Plastikmüll bedroht Thailands Küsten: So kämpft Koh Phangan dagegen!
Dr. Pin Sak Suraswadi spricht über die gravierenden Folgen von Plastikmüll im Meer und nachhaltige Lösungen zur Müllbeseitigung in Thailand.

Plastikmüll bedroht Thailands Küsten: So kämpft Koh Phangan dagegen!
Plastikmüll ist in Bangkok und an den Stränden Thailands ein brennendes Thema. Dr. Pin Sak Suraswadi, Direktor der Abteilung für Meeres- und Küstenressourcen, hat jüngst darauf hingewiesen, dass Thailand der weltweit sechstgrößte Verursacher von Plastikmüll im Meer ist. Diese Tatsache ist alarmierend, denn der Plastikabfall hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Wer hätte gedacht, dass Wale, Meeresschildkröten, Dugongs und Seevögel gefährdet sind, weil sie Plastik für Nahrung halten oder sich darin verfangen? Das sind Tiere, die unser Ökosystem dringend benötigen!
Besonders besorgniserregend sind die Mikroplastik-Partikel, die ins Meer gelangen und die Nahrungskette kontaminieren. Das kann auch direkte Folgen für die Gesundheit der Menschen haben. Darüber hinaus verschmutzt Plastikmüll Strände und touristische Orte, was der Tourismusindustrie schadet. In Thailand, einem Land, das stark vom Tourismus abhängt, hätte dieser Umstand fatale Folgen.
Aktivitäten zur Müllbeseitigung
Anfang Oktober fand eine wichtige Veranstaltung auf Koh Phangan statt, die von Vizepremierminister Sucha Chomklin eröffnet wurde. Diese Veranstaltung diente der Beseitigung von Meeresmüll im Rahmen eines Projekts zum Schutz von Korallenriffen und marinen Lebensformen, das von Prinzessin Sirivannavari Nariratana initiiert wurde. Hier haben zahlreiche Freiwillige beim Tauchen Plastikmüll gesammelt, der anschließend an die Umweltbehörde zur ordnungsgemäßen Entsorgung übergeben wurde. Solche Aktionen sind nicht nur notwendig, sondern auch eine Initiative, um das Bewusstsein für den Schutz mariner Ressourcen zu schärfen.
Die Abteilung für Meeres- und Küstenressourcen organisiert solche Aktivitäten regelmäßig, um die marinen Ressourcen zu regenerieren. Saubere Strände und gesunde Korallenriffe sind schließlich entscheidend für die Biodiversität und steigern den Wert touristischer Orte. Die Vor-Ort-Bewohner, Schüler und Gemeindeleiter, die an diesen Veranstaltungen teilnehmen, zeigen, dass alle gesellschaftlichen Bereiche zusammenarbeiten müssen, um die Zukunft unserer Meere zu sichern.
Tourismus und Plastikmüll
Plastik im Meer ist nicht nur ein Umweltthema, sondern auch ein wirtschaftliches. Laut WWF verursacht Plastikmüll jährlich finanzielle Schäden in Höhe von 268 Millionen Euro für die Tourismusindustrie im Mittelmeerraum. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass touristische Betriebe Verantwortung übernehmen. Sie sollten Maßnahmen zur Reduzierung von Plastikmüll ergreifen, wie etwa den Verzicht auf Plastik- und Einwegutensilien. Es ist an der Zeit, dass Gastronomien und Hotels sich Gedanken über ihren eigenen Plastikkonsum machen.
Reisende können ebenfalls ihren Teil dazu beitragen. Sie sollten eigene Trinkflaschen mitbringen, Lunchboxen und Reisebesteck verwenden. Ein wichtiger Tipp ist es auch, korallenfreundliche, mikroplastikfreie Sonnencreme einzusetzen und Einweggeschirr in Restaurants zu vermeiden.
Die Botschaft ist klar: Der Schutz der Meere liegt in unserer Hand. Mit Entschlossenheit und einem guten Händchen für umweltfreundliche Lösungen können wir die Belastung durch Plastikmüll erheblich reduzieren und gleichzeitig unsere natürlichen Ressourcen bewahren. Der erste Schritt beginnt mit uns – seien wir die Veränderung, die wir in der Welt sehen wollen.