In Thailand geht es wieder einmal um die Verkehrssicherheit, denn die Zahlen sind alarmierend. Jeden Tag verlieren im Schnitt 48 Menschen ihr Leben bei Verkehrsunfällen, während die Regierung ein ehrgeiziges Ziel verfolgt: Bis 2027 soll die Zahl der Verkehrstoten auf nur 12 pro 100.000 Einwohner gesenkt werden. Momentan rangiert dieser Wert jedoch bei 85 pro 100.000, was in Summe erschreckende 17.477 Todesfälle bedeutet. Das sind mehr als genug Gründe für eine dringende Diskussion über Maßnahmen und Strategien zur Verbesserung der Straßenverhältnisse.

Zu den jüngsten tragischen Vorfällen: Während der Neujahrsfeierlichkeiten am 5. Januar 2024 wurden 175 Verkehrsunfälle registriert, wobei 27 Menschen ihr Leben verloren und 174 verletzt wurden. Ein besorgniserregender Trend, der auch in den ersten sechs Tagen der laufenden Verkehrssicherheitskampagne deutlich wurde: Zwischen dem 30. Dezember 2023 und dem 4. Januar 2024 ereigneten sich insgesamt 1.364 Unfälle, die 241 Todesfälle und ganze 1.313 Verletzte nach sich zogen. Ein klarer Weckruf an alle.

Hauptursachen für die Unfälle

So viel ist klar: Geschwindigkeitsüberschreitung und dichtes Auffahren sind die Hauptschuldigen. Mit 32,57% und 30,86% der Unfälle zeigen sie deutlich, wo es bei den Fahrgewohnheiten hapert. Besonders besorgniserregend ist, dass Motorräder in 68,58% der Unfälle verwickelt sind. Die Daten zeigen auch, dass die meisten Unfälle auf geraden Strecken passieren – 84,57% – und 49,14% der Vorfälle auf Straßen des Ministeriums für öffentliche Arbeiten stattfinden. Laut den Statistiken ist die höchste Unfallrate zwischen 09:01 und 12:00 Uhr zu beobachten, eine Zeit, in der viele bereits auf dem Weg zur Arbeit sind oder Erledigungen machen.

Besonders betroffen ist die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen, die mit 18,91% die höchste Anzahl an Verletzten und Toten aufweist. Auffällig ist auch, dass in der Provinz Narathiwat die meisten Unfälle (12) verzeichnet werden, während Phetchabun traurigerweise die meisten Todesfälle zu beklagen hat (3). In Phuket hingegen gab es in den ersten Tagen der Kampagne die meisten Unfälle (50) und damit auch 53 Verletzte. Bangkok steht ebenfalls im Fokus: In der Hauptstadt kamen 20 Menschen ums Leben, während sieben Provinzen keine Verkehrstoten hinnehmen mussten.

Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit

Wie können wir dieser Krise begegnen? Experten raten zur Einführung von speziellen Motorradspuren und einer verstärkten Förderung alternativer Verkehrsmittel. In der politischen Diskussion gibt es unterschiedliche Ansätze: Während einige Parteien auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz setzen, um Unfälle zu vermeiden, plädieren andere für eine bessere Verkehrsinfrastruktur. Hier ist das Engagement aller Beteiligten gefragt!

Ein trauriger Fakt, der zum Nachdenken anregt: Alle 37 Minuten stirbt in Thailand ein Motorradfahrer bei einem Unfall. Es ist höchste Zeit, dass die Gesellschaft gemeinsam Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Angriff nimmt, damit wir nicht nur Statistiken wieder absenken, sondern auch das Leben unserer Mitmenschen schützen können. Denn letztlich gibt es nichts Wichtigeres als die Sicherheit auf unseren Straßen. Thai PBS hat umfassende Analysen veröffentlicht, die gut zeigen, welche Schritte wir jetzt unternehmen müssen, um die Lage zu entspannen und wohlgemerkt: ganz oben auf der politischen Agenda hat das Thema ebenfalls einen Platz – auch wenn nicht alle Parteien eine einheitliche Lösung präsentieren können.