Im Vorfeld der Neujahrsfeierlichkeiten in Thailand hat sich Vizepremier und Umweltminister นายสุชาติ ชมกลิ่น klar zu den Herausforderungen des Abfallmanagements in touristischen Hotspots geäußert. Angesichts der enormen Mengen, die während der Feierlichkeiten entstehen, ist es dringend notwendig, dass Regierung, Privatsektor und die Bevölkerung zusammenarbeiten, um den Abfall zu reduzieren und effektiv zu managen, berichtet today.line.me.
Jeden Tag fallen in Thailand etwa 27 Millionen Tonnen Abfall an, wovon 10 Millionen Tonnen, also 40%, Lebensmittelabfälle sind. Dies ist in einem Land, das jährlich mehr als 39 Millionen internationale Touristen anzieht und im Jahr 2019 2 Billionen Baht aus dem Tourismus generierte, besonders bedenklich. Laut dem, im selben Jahr, stark angestiegenen Tourismus sind die Lebenshaltungskosten für Einheimische in beliebten Gebieten wie Bangkok und Phuket um bis zu 30% gestiegen, was eine zusätzliche Belastung für die lokale Bevölkerung darstellt, wie sigmaearth.com aufzeigt.
Umweltfreundliches Reisen fördern
Dr. Rawiwan Puridech, der ständige Sekretär des Umweltministeriums, hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, während des Neujahrs umweltbewusst zu reisen. Das Ziel ist, die Abfallmenge pro Person und Tag von durchschnittlich 0,16 Kilogramm auf 0,10 Kilogramm zu senken. Um diese Vorgabe zu erreichen, wurden strenge Maßnahmen verabschiedet. Das Pollution Control Department ist nun die Hauptbehörde für die Abfallbewirtschaftung und wird sicherstellen, dass Touristen ihren Abfall an den vorgesehenen Stellen entsorgen.
Ebenso wurde das Mitbringen von Einweg-Plastik- und Styroporbehältern in Nationalparks und Zoos verboten – ein Schritt, der zeigt, dass Thailand sich der negativen Auswirkungen des Tourismus auf seine Ökosysteme bewusst ist. Darüber hinaus sind Initiativen wie „Zero Food Waste“ und Programme zur Abfalltrennung an Stränden und touristischen Küstengebieten geplant, um ein nachhaltigeres Umfeld zu schaffen.
Die Notwendigkeit einer nachhaltigen Tourismusstrategie
Der durch das Phänomen des „Weißen Lotuseffekts“ verursachte Druck auf lokale Gemeinden und Ökosysteme ist ein zentrales Thema. Kulturelle Praktiken werden oft kommerzialisiert, was deren Authentizität untergräbt. Zum Beispiel hat sich das Yi Peng Laternenfest in Chiang Mai von einem traditionellen religiösen Ereignis hin zu einer Touristenattraktion gewandelt, was Fragen zur Nachhaltigkeit aufwirft. Der Rückgang der Korallenbedeckung um 50% in einigen Gebieten seit 2010 verdeutlicht die eklatanten Auswirkungen des Übertourismus auf die Umwelt.
Um den Herausforderungen entgegenzuwirken, hat die thailändische Regierung verschiedene Initiativen zur Förderung nachhaltigen Tourismus ins Leben gerufen. Von Bildungsmaßnahmen bis hin zur Unterstützung gemeindebasierter Tourismusstrategien wird ein mehrdimensionaler Ansatz verfolgt, um sicherzustellen, dass die Einnahmen lokal bleiben und die Gemeinschaften von den Tourismusströmen profitieren.
Thailand steht vor der Herausforderung, einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichem Wachstum und ökologischer Nachhaltigkeit zu finden. Die Bemühungen, die Bevölkerung in diese Ansätze einzubinden, sind entscheidend für den Erfolg dieser Initiativen. nur durch gemeinsame Anstrengungen können sowohl die Schönheit der Natur als auch das kulturelle Erbe Thailands bewahrt werden.