Die Spannungen an der thailändisch-kambodschanischen Grenze bleiben hoch. Am 23. Dezember 2025 haben die ASEAN-Außenminister in einer Sonderkonferenz erneut über die brisante Lage diskutiert. Leider konnten sie sich nicht auf einen Waffenstillstand einigen. Der thailändische Außenminister, Mr. Sihasak Phuangketkeow, machte unmissverständlich klar, dass ein Waffenstillstand nur durch Verhandlungen und gemeinsame Vereinbarungen zustande kommen kann. Thailand schlägt vor, dass die Militärs beider Länder schnell in den Dialog treten, und fordert Kambodscha auf, eine Struktur für diese Gespräche zu schaffen.
Kambodscha hat bereits ein Treffen der Grenzkommission (GBC) für den 24. Dezember vorgeschlagen, um die aktuelle Situation eingehend zu erörtern. Thailand hingegen betont, dass die Einhaltung von drei grundlegenden Prinzipien für einen Waffenstillstand unerlässlich ist. Dazu gehört, dass Kambodscha zuerst den Waffenstillstand erklärt, dieser tatsächlich und kontinuierlich überwacht wird und dass Kambodscha aktiv bei der Minenräumung mitwirkt.
Aktuelle Frontsituation und Todesszahlen
Die Situation an der Grenze ist äußerst angespannt: Kambodscha versucht, Gebiete zurückzuerobern, die seit längerer Zeit unter thailändischer Kontrolle stehen, darunter strategisch wichtige Hügel wie 350, 500 und 677. In den letzten Kämpfen sind alarmierende 23 Menschen in Thailand und 20 in Kambodscha ums Leben gekommen, während über 900.000 Menschen auf beiden Seiten vertrieben wurden. Die thailändische Regierung sieht sich zudem der Herausforderung gegenüber, ihre territorialen Ansprüche zu wahren.
Obwohl beide Länder Gespräche über einen möglichen Frieden anstreben, meldete Kambodscha, dass Thailand kürzlich Luftangriffe auf seine Provinzen Siem Reap und Preah Vihear gestartet hat. Dies geschah genau zu dem Zeitpunkt, als Verhandlungen zur Beendigung der Grenzkonflikte angekündigt wurden. Hierbei beschuldigte die thailändische Armee Kambodscha, Raketen auf Thai-Gebiet abgefeuert zu haben, was zu einem Gegenschlag führte.
Ein alter Konflikt und neue Herausforderungen
Die Wurzeln des Konflikts reichen tief. Es geht nicht nur um territoriale Streitigkeiten, sondern auch um antike Tempelruinen und koloniale Grenzmarkierungen. Der Streit über ein umstrittenes Dammprojekt in Kambodscha, das die maritimen Grenzen Thailands beeinflussen könnte, verschärft die Situation zusätzlich. Experten warnen davor, dass die Veränderungen durch den Damm langfristig negative Auswirkungen auf Thailands maritime Ansprüche haben könnten.
Die internationale Gemeinschaft verfolgt die Entwicklungen mit Sorge. Der US-Außenminister Marco Rubio äußerte die Hoffnung auf einen neuen Waffenstillstand. Malaysia, als ASEAN-Vorsitzland, hat ebenfalls seine Bereitschaft zur Unterstützung erklärt und auf die Dringlichkeit einer Lösung hingewiesen. So bleibt abzuwarten, ob die anstehenden Gespräche in Chanthaburi, Thailand, zu signifikanten Fortschritten führen werden oder ob der Kampf an der Grenze weitergeht. Die Situation ist fragil und der Wunsch nach Frieden stark in beiden Ländern verankert.
Naewna berichtet, dass ein Waffenstillstand durch Verhandlungen zustande kommen kann. Kambodscha und Thailand stehen unter Druck; die Frage bleibt, ob sie den Mut finden, zum Dialog zurückzukehren. Tagesschau informiert über die weiteren Geschehnisse in dieser komplexen Auseinandersetzung und Yahoo fasst die neuesten Entwicklungen aus der Flut an Informationen zusammen.