Die thailändische Restaurantbranche steht aktuell vor erheblichen Herausforderungen und Chancen. Im Jahr 2023 kämpfen Restaurantbetreiber nicht nur gegen intensive Konkurrenz durch internationale Marken, sondern sehen sich auch steigenden Kosten gegenüber, die durch wirtschaftliche Unsicherheiten bedingt sind. Laut Thansettakij starten die thailändischen Restaurantbetreiber dennoch Investitionen und Expansionen. Nittaya Grilled Chicken beispielsweise plant die Eröffnung von 1-2 neuen Filialen im In- und Ausland sowie Renovierungen von bis zu vier bestehenden Standorten, insbesondere in Chonburi und Prachachuen. Das Unternehmen setzt dabei auf eine Kombination aus Qualität und einem hervorragenden Kundenerlebnis, denn die Nachfrage nach größeren Restaurants steigt.

Diese Entwicklungen sind Teil einer bedeutenden Transformation der Branche, die sich 2025 aufgrund wirtschaftlicher Schwankungen und Veränderungen im Verbraucherverhalten anpassen muss. CEO Thanapong “Tor Penguin” Wongchinsri von Penguin X Co., Ltd. hebt vier zentrale Herausforderungen hervor: die sinkende Kaufkraft der Verbraucher, steigende Betriebskosten, einen intensiveren Wettbewerb sowie die Notwendigkeit, den Einfluss sozialer Medien auf Essensentscheidungen zu berücksichtigen. Die Mieten sind heute um etwa 20% höher als vor der Pandemie und auch die Rohstoffpreise sind um 35% gestiegen, was die Gewinnmargen erheblich belastet. Zudem verzeichnen die Lieferplattformen über 700.000 Betriebe, was den Wettbewerb zusätzlich anheizt, wie Thai Times berichtet.

Innovative Ansätze und neue Trends

Restaurants müssen dringend neue Geschäftsmodelle entwickeln, um den ansteigenden Herausforderungen zu begegnen. Wongchinsri schlägt neun strategische Trends vor, die von der Maxime „klein, aber stilvoll“ über technologiegestützte Effizienz bis hin zu strategischen Partnerschaften reichen. Restaurantbetreiber sollten sich auf spezielle Menüs mit klaren Informationen zu den Zutaten konzentrieren, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Die Statista zeigt, dass Thailand als beliebtes Reiseziel aufgrund seiner Gastfreundschaft und der vielfältigen Essensszene gilt. Die Erholung der Restaurantbranche nach den COVID-19-Pandemie ist deutlich spürbar, und in großen Städten zieht eine Vielzahl von Restaurants, von Ketten bis hin zu trendigen Essensdiensten, urbane Einwohner an. Die Nachfrage nach Essenslieferdiensten hat während der Pandemie zugenommen, wobei insbesondere die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen und beschäftigte Menschen, die oft von zu Hause aus arbeiten, häufig Essensliefer-Apps nutzen.

Die Nahrungsmittelverpackung und -präsentation sowie das Angebot von verzehrfertigen, verpackten Mahlzeiten könnten ebenfalls wichtige Strategien sein, um die Einnahmequellen zu diversifizieren. Die Branchenvertreter sind gefragt, sich diesen Veränderungen anzupassen, um erfolgreich zu bleiben. Gleichzeitig planen große Akteure wie MK Group und iBerry Group, ihre Konzepte zu überdenken und ihre Marktstrategien zu verfeinern, um den sich wandelnden Verbraucherpräferenzen gerecht zu werden.

Abschließend wird die politische Stabilität als ein Schlüsselfaktor für das Geschäftswachstum in der thailändischen Restaurantbranche angesehen. Die Kombination aus angepassten Geschäftspraktiken und einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden wird dazu beitragen, dass sich die Branche auch in Zukunft erfolgreich entwickelt. Die Herausforderungen sind groß, doch mit einem guten Händchen für Qualität und Kundenbindung könnte so manches Restaurant in der pulsierenden Essenskultur Thailands ein gutes Geschäft machen.