In Thailand steht die Bewältigung des Klimawandels auf der Agenda, jedoch hapert es gewaltig an den finanziellen Mechanismen. Laut einem aktuellen Bericht von Thai PBS fehlt es dem Land an einer soliden finanziellen Grundlage, um die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern. Dies könnte gravierende Folgen für die Wirtschaft haben, denn laut der Weltbank könnte das BIP Thailands bis 2050 um 7 bis 14 Prozent zurückgehen, wenn nicht rechtzeitig in Anpassungsmaßnahmen investiert wird.
Die Climate Finance Network Thailand (CFNT) und Fair Finance Thailand (FFT) haben in diesem Zusammenhang nun zehn neue Regierungspolitiken vorgeschlagen. Das Ziel dieser Initiativen ist es, dringend benötigte Investitionen anzukurbeln, um die Auswirkungen des Klimawandels abzuschwächen. Diese Vorschläge richten sich an die neue Regierung, die nach den Wahlen im Februar 2026 ins Amt kommen wird.
Herzstück der Herausforderungen
Die oben genannten Organisationen machen auf zentrale Probleme aufmerksam, die dem Fortschritt im Wege stehen: eine unzureichende Anpassungsfinanzierung, das Festhalten an fossilen Brennstoffen sowie die Unterstützung von großen Wasserkraftprojekten. Dies führt zu hohen Stromkosten, die insbesondere Haushalte mit niedrigem Einkommen stark belasten. Diese Gruppen haben oft Schwierigkeiten, notwendige Finanzmittel für grüne Projekte wie Solaranlagen zu bekommen.
Ein weiteres Manko ist die NDC 3.0-Planung, die keine klaren Richtlinien für eine gerechte ökonomische Transition bereitstellt. Um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, schlagen die CFNT und FFT verschiedene Maßnahmen vor. Dazu zählen eine verbindliche CO2-Preispolitik, die Stilllegung von Kohlekraftwerken bis 2035 sowie eine verstärkte Unterstützung für erneuerbare Energieprojekte, insbesondere auf Gemeinde- und Haushaltsebene.
Vorschläge zur Umsetzung
Um die Situation zu verbessern, sind verschiedene konkrete Vorschläge auf dem Tisch: Legislativer Umbau zur Anpassung an den Klimawandel, Förderung von Energieeffizienzprojekten und innovative Finanzierungsansätze, wie das On-Bill Financing, welches die Installation von Solaranlagen für Haushalte erleichtern soll. Auch wurde angeregt, Risiken für Banken zu reduzieren, die in erneuerbare Energieprojekte investieren möchten.
Diese Vorschläge sind eine Antwort auf die dringende Notwendigkeit, zukunftsfähige und umweltbewusste Maßnahmen zu ergreifen. Thailand steht vor der Herausforderung, die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung zu stellen, und der Handlungsdruck ist höher denn je. Deswegen hoffen Fachleute, dass die neu gewählte Regierung die richtigen Schritte in die Wege leitet, um den Klimagefahren entgegenzuwirken.
Die Situation in Thailand ist also alles andere als rosig, und es bleibt abzuwarten, wie die neue Regierung auf diese Herausforderungen reagieren wird. Klar ist, da liegt was an und der Handlungsbedarf ist unbestritten.