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Thailand positioniert sich zunehmend als Favorit für die Altenpflege und hat jüngst auf der ADB-OECD-Konferenz in Südkorea sein Potenzial in diesem Bereich präsentiert. Die thailändische Gesundheitsbehörde (สปสช.) stellte dort, wie The Coverage berichtet, den „Lokalen Gesundheitsfonds“ vor, der speziell für die Betreuung älterer Menschen konzipiert ist. Der Fokus liegt auf der Förderung eines gesunden Alterns und einer umfassenden langfristigen Pflege.
Die Konferenz fand vom 23. bis 24. September 2025 statt und bündelte Experten aus verschiedenen Ländern, um bewährte Praktiken auszutauschen. Dr. Prapoj Boonmee, Direktor der Nationalen Gesundheitsversicherung (สปสช. เขต 4 สระบุรี), war einer der Hauptvertreter Thailands und hob die finanzielle Unterstützung durch das nationale Gesundheitssystem hervor.
Innovative Ansätze in der Altenpflege
Ein besonders interessanter Aspekt war die Integration dreier Gesundheitsfonds: den Lokalen Gesundheitsfonds (กปท.), den Langzeitpflegefonds (LTC) und den Rehabilitationsfonds auf Provinzebene. Dies soll helfen, die Qualität der Altenpflege zu verbessern und gleichzeitig die Kosten für die Betroffenen in einem angemessenen Rahmen zu halten. Laut den vorgestellten Plänen wird für pflegebedürftige Menschen ein jährliches Budget von 10.442 Baht pro Person bereitgestellt, wobei lokale Behörden bis zu 10% beisteuern können.
Die thailändische Delegation diskutierte auch wichtige Themen wie digitale Technologien in der Altenpflege und nachhaltige Finanzierungsansätze. Dieser fokusierte Austausch stützt sich auf Thailands Rolle als regionalen Führer im Bereich Altenpflege, wo immer mehr Anbieter auf den wachsenden Bedarf reagieren.
Lebensqualität im Alter unter Palmen
Das Geschäft mit Altenpflege-Resorts boomt, und viele entscheiden sich für einen Umzug nach Thailand, um dort eine kostengünstige und qualitativ hochwertige Pflege zu erhalten. So besucht der 75-jährige André Argast regelmäßig seine Frau Simone im “Vivocare” in Chiang Mai, einer Einrichtung für Menschen mit Demenz. Mit monatlichen Kosten zwischen 2700 und 3000 Franken bietet das Vivocare nicht nur Pflege, sondern auch eine familiäre Atmosphäre – eine Kombination, die sich großer Beliebtheit erfreut.
Eine Vielzahl an Pflegeeinrichtungen in Thailand, wie das ebenfalls in Chiang Mai befindliche “Baan Kamlangchay”, hebt sich durch besondere Serviceangebote hervor. In diesem Alzheimerdorf, das von einem Schweizer aus Münsingen gegründet wurde, wohnen maximal 14 Gäste und die Monatskosten betragen etwa 3800 Franken, unabhängig vom Pflegebedarf. Diese Optionen sind nicht nur für Angehörige eine finanzielle Entlastung; sie bieten auch eine warme und geborgene Umgebung für die Betroffenen.
Kulturelle Anpassungen und Herausforderungen
Allerdings bringt der Umzug ins Ausland auch Herausforderungen mit sich. Angehörige müssen sich an eine neue Sprache und Kultur gewöhnen, während Demenzbetroffene oft nicht erkennen, dass sie sich nicht mehr in ihrer Heimat befinden. Der Verlust des Versicherungsschutzes in der Schweiz ist ein weiterer Aspekt, der bedacht werden muss. Während Schweizer Krankenkassen keine Pflegekosten im Ausland übernehmen, müssen Angehörige aus eigener Tasche zahlen, was zusätzliche Überlegungen erfordert.
Ein Grund, warum viele sich dennoch dafür entscheiden, ist die Tatsache, dass Thailand im Vergleich zur Schweiz eine rund um die Uhr verfügbare Pflege zu einem Bruchteil der Kosten anbietet. Laut Experten ist die persönliche Zuwendung, die hier geboten wird, in europäischen Ländern oft nicht möglich.
Abschließend lässt sich sagen, dass Thailand als Altersparadies nicht nur durch günstige Lebenshaltungskosten, sondern auch durch eine erhöhte Lebensqualität bei Pflegebedürftigen punktet. Die Kombination aus einem engagierten Gesundheitswesen und einem angenehmen Klima zieht immer mehr Menschen an, die sich eine neue Lebensphase unter Palmen wünschen. Wie SRF berichtet, wird die Nachfrage nach diesen Dienstleistungen weiterhin steigen, weshalb der Markt für Altenpflege in Thailand expandiert.