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In einer aufschlussreichen Rede während der PMAC 2026, die am 29. Januar stattfand, stellte Professor Martha (Marty) Chen von der Harvard University Thailand als ein „herausragendes Beispiel“ für die Ausweitung des sozialen Schutzes und der Gesundheitsversorgung für informelle Arbeitskräfte vor. Angesichts der Tatsache, dass Ende 2024 etwa 67% der thailändischen Arbeitskräfte in informellen Beschäftigungen tätig sind, ist das Thema aktueller denn je. Thailand hat kontinuierlich Fortschritte gemacht, um diesen großen Anteil der Arbeitskräfte in die Gesundheitsversorgung einzubeziehen, und so das Leben vieler Menschen zu verbessern. Wie prachatai.com berichtet, wurde bereits 2002 ein universelles Gesundheitssystem eingeführt, das durch allgemeine Steuern finanziert wird.
Das im Jahr 2002 verabschiedete nationale Gesundheitsgesetz bildet die Grundlage für dieses System. Es bietet nicht nur medizinische Behandlungen, sondern auch Primärversorgung, Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung. Diese umfassende Herangehensweise stärkt die Resilienz der Gesellschaft und hilft dabei, Gesundheitsbarrieren abzubauen. Etwa 1 Million Gemeindegesundheitshelfer (ASMs) spielen dabei eine entscheidende Rolle, indem sie die Brücke zwischen den Gesundheitsdiensten und der Gemeinschaft schlagen. Dieser persönliche Kontakt ist unverzichtbar, um den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden.
Politische Willensbildung als Schlüssel
Chen betonte in ihrer Rede die immense Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Regierung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur Gestaltung und Umsetzung einer effektiven Gesundheitspolitik. Thailand hat seit 2008 eine nationale Gesundheitsversammlung, bei der Bürger, Forscher und staatliche Stellen gemeinsam an der Entwicklung von Gesundheitspolitik arbeiten. Diese Initiative zeigt, wie wichtig es ist, die Stimmen der Gemeinschaft in politische Entscheidungen einzubeziehen.
Die Herausforderungen, die vor Thailand liegen, sind jedoch nicht zu unterschätzen. Eine der größten Aufgaben ist die Stärkung der Altenpflege, da rund 20% der Bevölkerung über 60 Jahre alt sind. Die Rede von Chen thematisierte die Notwendigkeit, Pflegekräfte und Gesundheitsarbeiter systematisch in das Gesundheitssystem zu integrieren, um eine nachhaltige Gesellschaft für ältere Menschen zu ermöglichen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die politische Willensbildung zur Investition in den sozialen Schutz, der durch allgemeine Steuern erfolgen muss. Hierbei ist die Sichtbarkeit der informellen Arbeitskräfte in Statistiken entscheidend, um deren Belange angemessen zu berücksichtigen.
Bürgerbeteiligung stärken
Ein demokratischer Mechanismus, der die Bürgerbeteiligung fördert, ist für die Umsetzung dieser Ideen unerlässlich. Chen forderte eine konkrete Partnerschaft zwischen Staat, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, um den sozialen Schutz und die Gesundheitsversorgung weiter auszubauen. Nur durch eine enge Zusammenarbeit aller Akteure kann es gelingen, eine Gesellschaft zu schaffen, die für alle Menschen, einschließlich der informellen Arbeitskräfte, gerecht ist.
Abschließend lässt sich festhalten, dass Thailand trotz vieler Herausforderungen auf einem vielversprechenden Weg ist. Die Reden von fähigen Expert:innen wie Professor Chen setzen Impulse, die für die Zukunft des Landes von entscheidender Bedeutung sind. Es bleibt abzuwarten, wie die thailändische Gesellschaft auf diese Herausforderungen reagieren wird.