Die Wirtschaft in Thailand befindet sich momentan in einer stagnierenden Phase, und auch das newly opened Restaurant Lamaya in Bangkok spürt die Auswirkungen. Wie der Geschäftsführer des Unternehmens während eines Interviews berichtete, sei die Lage aktuell nicht rosig, besonders nachdem die Touristenzahlen rückläufig sind und Naturereignisse wie Erdbeben die Situation verschärfen. Das Restaurant, das erst seit neun Monaten geöffnet ist, hat für 2025 einen stabilen Umsatz von etwa 300 Millionen Baht eingeplant, was genauso viel ist wie im Vorjahr. Dennoch zeigt sich der Geschäftsführer optimistisch: „Wir glauben an ein Wachstum von 30% für 2026“, sagt er, dank ausgeklügelter Marketingstrategien und einem strikten Kostenmanagement, das man verfolgt.
In seiner bisherigen Laufbahn hat der Geschäftsführer gelernt, herausfordernde Zeiten als Chancen zu betrachten. Besonders während der COVID-19-Pandemie erkannte er das Potenzial für Rebranding und eine Neuausrichtung des Marktes. Es war eine Phase, in der man nicht auf hohe Marketingkosten setzen musste, um organisches Wachstum zu erzielen. Zum Beispiel konnte Lamaya nach dem Rebranding beeindruckende monatliche Einnahmen von 10 Millionen Baht erreichen. Das entspricht einem erstaunlichen Wachstum von über 300%.
Erlebnisgastronomie im Fokus
Ein zentraler Aspekt der neuen Unternehmensstrategie ist der Fokus auf „Erfahrungen“ anstelle des traditionellen Food and Beverage-Angebots. „Wir versuchen, Destinationen zu kreieren, die unseren Gästen besondere Erlebnisse bieten“, erklärt der Geschäftsführer. Dazu gehören etwa aufregende Fire Shows und Jazzabende, die eine ganz andere Atmosphäre schaffen. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden, ist das Restaurant auf vier verschiedene Zeiträume am Tag ausgelegt, wobei sich die Preisgestaltung nach Tageszeiten richtet:
- Mittagessen: 500 Baht pro Person
- Nachmittagskaffee: 500-800 Baht pro Person
- Abendessen: 1.000-1.500 Baht pro Person
- Nach 23:00 Uhr: 2.000-2.500 Baht pro Person für hochpreisige Kunden
Im Angesicht steigender Online-Werbungskosten verfolgt das Unternehmen eine „Back to Basic“-Strategie und verteilt Flyer direkt an internationalen Kunden an zentralen Standorten in Bangkok. „Wir setzen auch auf internationale Influencer, um unsere Markenbekanntheit im Ausland zu steigern“, verrät der Geschäftsführer.
Die Herausforderungen des Tourismus
Die Tourismusbranche, auf die Thailand stark angewiesen ist, hat in den letzten Jahren unter den Folgen der COVID-19-Pandemie gelitten. Laut Statista ist Thailand eines der führenden Reiseziele weltweit, bekannt für seine kulturelle Vielfalt und schönen Landschaften. Die Einnahmen aus dem Tourismus sind 2024 auf fast 1,7 Billionen Thai Baht gestiegen, wobei Bangkok mit über 940 Milliarden Baht die höchste Einnahmequelle bleibt. Nach der Aufhebung der Reisebeschränkungen 2022 erholte sich der Tourismussektor relativ schnell, allerdings bleiben gesundheitliche und sicherheitliche Bedenken für viele Reisende ein Thema.
Dennoch blickt der Geschäftsführer von Lamaya optimistisch in die Zukunft und plant, neben dem Restaurant weitere Marken zu entwickeln, um das Risiko zu streuen und neue Konzepte zu erproben. Innovative Ansätze und die Schaffung eines einzigartigen Restaurant-Erlebnisses sollen dazu beitragen, auch in schwierigen Zeiten ein gutes Geschäft zu machen.