In Thailand rumort es im Tourismusbusiness. Am 13. Januar 2026 äußerte สิทธิพล วิบูลย์ธนากุล, der für die rechtliche Vertretung der Pheu Thai Partei kandidiert, Besorgnis über die gegenwärtige Situation der thailändischen Tourismusindustrie. Er hat vier grundlegende Probleme identifiziert, die angepackt werden müssen, um das Land wieder auf Touristenkurs zu bringen.
Zum einen sei ein Mangel an Anreizen zu beobachten, die Urlauber dazu motivieren könnten, zurückzukehren. Zudem konzentrieren sich die Touristenströme auf nur fünf große Provinzen, was zu einem Ungleichgewicht und saisonalen Schwankungen führt. Ein weiterer Knackpunkt ist der Einfluss ausländischen Kapitals auf lokale Unternehmen. Und nicht zuletzt gibt es ein Ungleichgewicht in der Budgetverteilung zwischen Werbung und der notwendigen Infrastrukturentwicklung. Hier sind klare Maßnahmen gefragt.
Fünf Maßnahmen zur Revitalisierung
Die Pheu Thai Partei plant fünf zentrale Maßnahmen, um den Tourismus wieder anzukurbeln. Dazu gehört, in neue, kreative Tourismusziele zu investieren. «Mindestens fünf bis zehn solche Projekte sollen mit jeweils 1.000 Millionen Baht gefördert werden», so วิบูลย์ธนากุล. Auch die Bekämpfung illegaler Kapitalströme, die eine Bedrohung für den heimischen Sektor darstellen, steht auf der Agenda.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung einer nationalen Tourismus-App, die umfassende digitale Dienstleistungen anbieten soll. Aber das ist noch nicht alles: «Wir möchten Nischenmärkte, etwa den medizinischen Tourismus, gezielt fördern», hebt er hervor. Zusätzlich soll eine Touristensteuer eingeführt werden, um mehr Gelder für wichtige Infrastrukturprojekte zu generieren. Zudem gibt es konkrete Pläne für eine nationale Förderaktion, um Reisen in weniger besuchte Städte attraktiver zu gestalten – mit einer Unterstützung von 1.000 Baht pro Person.
Marktanalyse und Fortentwicklung
Jakkapol Tangsuthitham, ebenfalls aus der Pheu Thai Partei, hat bereits klargemacht, dass die touristischen Ausgaben pro Kopf und die Anzahl der Besucher gesteigert werden müssen. Das Ziel? Große Projekte, die auch den internationalen Rahmen betreffen – sogar die Ausrichtung von Events wie der Formel 1 steht auf der Wunschliste. Dieser holprige Weg zum Erfolg benötigt jedoch mehr als nur gute Ideen.
Der Ex-Premier Abhisit Vejjajiva von der Demokratischen Partei sieht die Notwendigkeit für eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatsektor. In seinen Vorschlägen zur Verbesserung des Tourismus spricht er sich für eine Diversifizierung der Märkte und die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) aus. Auch die Aufwertung der Fähigkeitsstandards im Tourismussektor sowie eine bessere Infrastruktur in weniger frequentierten Städten seien essentielle Punkte, um dem Sektor neuen Schwung zu verleihen. «Zudem können Influencer eine wichtige Rolle bei der Förderung des thailändischen Tourismus spielen», ergänzt er.
Die Situation ist also klar: Es braucht umgehende Maßnahmen und eine klare Strategie, um den Turbulenzen in der Tourismusbranche zu begegnen. Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, wie Thailand seine Position als beliebtes Reiseland im internationalen Wettbewerb behaupten kann.