Die thailändischen Behörden haben erneut einen internationalen Verbrecher aus dem Verkehr gezogen. Ein 32-jähriger Franzose, der auf der INTERPOL-Rotliste steht, wurde in Pattaya festgenommen. Er wird beschuldigt, tief in den internationalen Drogenhandel verwickelt zu sein und hat eine Haftstrafe von bis zu 10 Jahren zu erwarten. Der Mann war erst im Dezember 2025 über den Flughafen Suvarnabhumi eingereist und hielt sich seither versteckt in Thailand auf. Die thailändische Einwanderungsbehörde hat schnell reagiert und sein Visum widerrufen, um ihn nach Frankreich auszuliefern, wo er rechtlich verfolgt werden soll. Dies zeigt, dass Thailand kein Zufluchtsort für internationale Verbrecher sein will, wie die thailändischen Behörden betonen.

Die Festnahme wurde möglich durch gezielte Ermittlungen sowie die Nutzung von Datenbanken, die Informationen über gesuchte Personen sammeln. Die Behörden verfolgen konsequent eine Politik zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität, um die Sicherheit für Bürger und Touristen zu gewährleisten. Die thailändische Polizei gehört zu den aktivsten in der Region, wenn es darum geht, internationale Kriminalität einzudämmen. Diese Festnahme fügt sich in einen größeren Kontext ein, in dem Thailand verstärkt gegen Drogenkriminalität vorgeht.

Internationale Verbrecher im Visier

Besonders auffällig ist, dass Thailand letzte Zeit mehrmals ins Visier von INTERPOL geraten ist. Ein Beispiel ist der Fall eines 46-jährigen Russen, bekannt als „Mr. Igor“, der ebenfalls in Phuket festgenommen wurde. Auch er stand wegen internationalem Drogenhandel und organisierter Kriminalität auf der Liste der gesuchten Personen. Herr Igor soll Drogen über Online-Plattformen an russische Kunden verkauft haben. Seine Festnahme war das Ergebnis einer gemeinsamen Aktion zwischen Polizeioberst Kriengkrai Ariayang, Einwanderungsbehörden und dem russischen Konsulat. Hier zeigt sich die Effektivität internationaler Zusammenarbeit im Kampf gegen Drogenkriminalität.

Wie die Webseite von INTERPOL erklärt, bedeutet eine Red Notice nicht automatisch einen internationalen Haftbefehl, sondern ist vielmehr eine Anfrage an die Strafverfolgungsbehörden rund um den Globus. Diese Anfragen sollen dazu dienen, eine Person vorläufig festzunehmen, bis eine Auslieferung oder ähnliche rechtliche Maßnahmen erfolgen. Jedes Mitgliedsland, einschließlich Thailand, kann eigene Gesetze anwenden, um über die Festnahme eines Gesuchten zu entscheiden.

Strengere Kontrollen in Thailand

Das Vertrauen in Thailand als sicheren Reisestandort könnte durch die fortgesetzten Festnahmen von gesuchten Verbrechern noch gestärkt werden. Die Behörden kündigten an, dass zukünftig mit strengeren Kontrollen an Flughäfen und mehr Undercover-Ermittlungen in Touristengebieten zu rechnen sei. Im Jahr 2024 wurden über 120 INTERPOL-Gesuchte gefasst, und 2025 waren es bereits 40 jemand, was zeigt, dass das Land aktiv gegen internationale Kriminalität vorgeht.

Diese jüngsten Entwicklungen unterstreichen die Bestrebungen Thailands, ein sicheres Umfeld für Touristen und Bürger zu schaffen, und machen deutlich, dass das Land nicht länger ein Rückzugsort für Verbrecher darstellt. Thailand positioniert sich damit klar gegen den Missbrauch seines lockeren Visumsystems durch internationale Kriminelle.

Für weitere Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen um INTERPOL-Rotlisten können Sie die Seite von INTERPOL direkt besuchen: INTERPOL Red Notices.