In Thailand setzt man auf Innovation, um die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (SMEs) im Agrarsektor zu stärken. Der SME-Entwicklungsfonds investiert jährlich 2 Milliarden Baht, um Unternehmer zu unterstützen und Zugang zu dringend benötigten Finanzmitteln zu gewährleisten. Dr. Nattapol Rangsitpol, der Ministerialdirektor des Ministeriums für Industrie, betont die Wichtigkeit von Betriebskapital für die Kontinuität von Unternehmen. „Es geht nicht nur darum, Geld bereitzustellen, sondern auch um die Förderung von Geschäftsmodellen für landwirtschaftliche Maschinen“, so Rangsitpol. Die Strategie umfasst unter anderem die Einführung des Programms „Tiger on Wings“, das im vergangenen Jahr Kredite im Umfang von über 1,621 Milliarden Baht genehmigte, sowie das Programm „Kongkapan“ mit über 650 Millionen Baht.
Im Jahr 2026 sind neue Kredite angedacht, die den aktuellen Bedürfnissen der Unternehmer gerecht werden sollen. Duangdao Khaojaroen, die stellvertretende Ministerialdirektorin, stellt fest, dass ein besserer Zugang zu Finanzierungen das Wachstum von Unternehmen entscheidend fördert. So erhielt beispielsweise die Firma Changthong Intertrade Co., Ltd. in Khon Kaen 2020 einen Kredit von 3 Millionen Baht, um ihre Lagerkapazitäten auszubauen und gleichzeitig die Produktion durch 80% Automatisierung mithilfe von Robotern zu steigern. Die Pläne des Unternehmens sehen außerdem die Beantragung weiterer Kredite zur Installation von Solarzellen vor, um die Energiekosten zu senken.
Fortschritt durch Smart Farming und Technologie
Die thailändische Regierung hat den Fokus auf die Entwicklung von „Smart Farmers“ gelegt, um die Lebensqualität von Landwirten zu verbessern und den Produktwert zu steigern. Ziel ist es, das Nettoeinkommen der Landwirte innerhalb von vier Jahren zu verdoppeln. Dies geschieht durch innovative Technologien, die bereits in vielen Betrieben eingesetzt werden. Hierzu zählen moderne Maschinen, die nicht nur die Qualität der Produkte, sondern auch die Sicherheit für Verbraucher gewährleisten. Ein Beispiel sind Agrardrohnen, die zunehmend im Agrarsektor Verwendung finden.
Im Jahr 2023 sind bereits über 10.000 landwirtschaftliche Drohnen registriert, die etwa 30% der Ackerflächen abdecken. Diese Maschinen sprühen Dünger und Pestizide präzise, was nicht nur Abfall reduziert, sondern auch die Erträge steigert. Wie Thailand.go.th berichtet, sind Initiativen zur Einführung von Smart Agriculture entscheidend für die Verbesserung von Produktivität, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft.
Die digitale Transformation schreitet voran, wobei im Jahr 2022 über 57.000 Landwirte, Händler und KMUs digitale Landwirtschaftswerkzeuge angenommen haben. Laut Market Research Thailand wird der AgriTech-Sektor in Thailand bis 2029 auf 113,96 Millionen USD wachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 6,08% entspricht.
Kooperationen und Ausblick
Die Zusammenarbeit zwischen Regierungsbehörden, Tech-Startups und landwirtschaftlichen Genossenschaften spielt eine Schlüsselrolle in der erfolgreichen Umsetzung dieser Technologien. Ein Beispiel dafür ist die Digital Economy Promotion Agency (DEPA), die mit der Krungsri Bank zusammenarbeitet, um zinsgünstige Kredite für Landwirte bereitzustellen. Allein im Jahr 2024 wurden über 15.000 Kredite genehmigt.
Die thailändische Regierung plant zudem, in den nächsten fünf Jahren 50.000 KI-Spezialisten auszubilden, die in der Landwirtschaft tätig sein sollen. Diese spezialisierten Fachkräfte werden erwartet, um die Nutzung von IoT-Technologien zu fördern, die den Landwirten helfen, Ressourcen zu optimieren und internationale Qualitätsstandards zu erfüllen. Banmuang hebt hervor, dass die fortlaufende Unterstützung des Agrarsektors in Richtung nachhaltige Landwirtschaft große Chancen für die Zukunft bietet.
Es ist klar, dass Thailand sich auf einem vielversprechenden Weg in die Zukunft der Landwirtschaft befindet, mit dem Ziel, Landwirte nicht nur technologisch zu unterstützen, sondern auch deren Lebensqualität spürbar zu verbessern.