Die thailändische Wirtschaft zeigt derzeit eine positive Entwicklung, wie der Direktor des Büros für Wirtschaft und Finanzen, นายวินิจ วิเศษสุวรรณภูมิ, in seinem aktuellen Bericht für September 2025 erläutert. Inlands-tourismus zeigt erfreuliche Fortschritte, und die Exporte wachsen seit nunmehr 15 Monaten ununterbrochen. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der Exporte im September 2025 mit beeindruckenden 19 Prozent – eine Entwicklung, die die Prognosen von lediglich 10 Prozent übertrifft. Der Bericht ist eine frohe Botschaft für alle, die an der wirtschaftlichen Stabilität Thailands interessiert sind, auch wenn dennoch gewisse Herausforderungen auf der Agenda stehen.

Doch nicht alles ist eitel Wonne. Die privaten Investitionen und die Zahl der internationalen Touristen zeigen erste Anzeichen einer Verlangsamung, und es wird dringend empfohlen, die Auswirkungen verschiedener globaler Faktoren wie dem Handelskrieg zwischen den USA und China sowie geopolitischen Krisen im Auge zu behalten. So haben staatliche Konjunkturmaßnahmen, wie das Projekt „Khon La Khreung Plus“, das 88 Milliarden Baht in die Wirtschaft bringen soll, und über 22 Milliarden Baht, die in Sozialhilfekarten investiert werden, das Potenzial, das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2025 um über 0,3 Prozent zu steigern.

Prognosen und Inflationsausblick

Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum Thailands sehen im Gesamtjahr 2025 ein Plus von 2,4 Prozent vor, was einen Anstieg gegenüber der vorherigen Schätzung darstellt, unterstützt durch die anhaltende Exportstärke und staatliche Maßnahmen. Allerdings wird für 2026 ein Rückgang des Wachstums auf 2,0 Prozent erwartet, was unter anderem auf beschleunigte Exporte im Vorjahr zurückzuführen ist. Die Inflationsrate wird voraussichtlich negativ bleiben, wobei Gespräche mit der Bank of Thailand darauf hindeuten, dass sie bis zum zweiten Quartal 2026 unter 1 Prozent verharren könnte.

Im globalen Kontext zeigt die Weltwirtschaft ein gewisses Maß an Widerstandsfähigkeit. Der IWF und die OECD prognostizieren für 2024 und 2025 ein weltweites BIP-Wachstum von jeweils 3,3 Prozent. Dennoch bleibt das Verbrauchervertrauen in vielen Ländern, inklusive Thailand, unter dem Niveau der Pandemie. Obwohl die Binnennachfrage in Asien durch Konjunkturmaßnahmen in China und Japan stabilisiert wird, verlangsamt sich das Wachstum in anderen Regionen, wie im Euroraum und in Indien.

Aussichten für Thailand und die Region

Die wieder auflebenden Dienstleistungen und der Tourismus in Thailand tragen zur wirtschaftlichen Stabilität bei, auch wenn die Zeichen der Verlangsamung nicht ignoriert werden sollten. Wie die Weltbank feststellt, liegt das prognostizierte globalen Wachstum von 2,7 Prozent für 2025 und 2026 unter dem Durchschnitt von 3,7 Prozent in den Jahren zwischen 2000 und 2019. Angesichts dieser Rahmenbedingungen wird es entscheidend sein, dass Thailand flexibel bleibt und die Stärken seiner Wirtschaft nutzt, während es gleichzeitig auf die Herausforderungen reagiert.

Die thailändische Wirtschaft befindet sich also in einer spannenden Phase. Alle Augen sind auf die Entwicklungen der kommenden Monate gerichtet, insbesondere auf die Auswirkungen der staatlichen Maßnahmen. In einer Zeit, in der internationale Märkte unter Druck stehen, könnte Thailand mit einer fleißigen Hand und klugen Investitionen die zuversichtliche Richtung beibehalten.